Bei kurzen Staus lohnt es sich meist nicht, die Autobahn zu verlassen. Häufig löst sich der Verkehr schneller auf als erwartet. Anders sieht es bei Vollsperrungen oder langen Verzögerungen aus. Dann spart eine Ausweichroute Zeit – sofern sie nicht ebenfalls überlastet ist.
Vor allem auf dem Land sind parallele Bundes- und Landstraßen schnell voll. In Ballungsräumen gibt es häufiger Alternativen. Navigationsgeräte und Apps helfen bei der Entscheidung, ihre Verkehrsdaten können aber verzögert sein. Eine vermeintlich freie Nebenstrecke ist deshalb möglicherweise bereits dicht.
Auch abseits des Zeitgewinns spricht einiges fürs Bleiben auf der Autobahn. Landstraßen verlangen wegen Kreuzungen, Kurven und wechselnder Tempolimits mehr Aufmerksamkeit. Unter Zeitdruck auf unbekannten Strecken steigt zudem der Stress.
Häufiges Bremsen und Beschleunigen kann außerdem Verbrauch und CO2-Ausstoß erhöhen. Hinzu kommt die Belastung für Anwohner durch Ausweichverkehr. Auf Teilen der A 8 in Bayern gelten deshalb bei Stau Durchfahrtsverbote für angrenzende Orte.

